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07.05.2012 Der letzte Tag in Cape Town - Eine Township Tour
Aus Rubrik: Südafrika 2012

Den gestriegen Abend bin ich etwas früher ins Bett gegangen. Zum einen weil ich müde war und zum anderen weil heute eine Township-Tour auf dem Programm steht. Das heißt alle Sachen abreisefertig gepackt haben und um 8:40 zur Tour losfahren... hierfür haben wir einen Guide mit Namen "Chippa" beiseite welcher uns durch die Townships führt und uns alles erklärt. Ohne Guide ist ein Besuch weniger empfehlenswert. Wir besuchen Langa, eines der ältesten Townships in Cape Town und ein Township der Xhosa.

Guguleto, ein Township der Xhosa

03.05.2012 Von den südlichen Drakensbergen nach Lesotho und wieder nach Durban
Aus Rubrik: Südafrika 2012

Eine interessante Tour steht heute an. Wir werden den Sani Pass hoch nach Lesotho fahren. Der Sanipass, ist ein 2.873 Meter über dem Meeresspiegel liegender Gebirgspass in den Drakensbergen zwischen dem Osten von Lesotho und Südafrika. Er ist der höchste Pass in Südafrika und die drittsteilste Passstraße der Welt. Das klingt gut oder ;-) ... Mit unserem Guide Matthew und einem 4x4 Land Rover fahren wir, begleitet mit einer wunderschönen Aussicht, den Pass hinauf. Matthew, seit 7 Jahren hier als Guide tätig, erklärt uns sehr viel und gibt auf alle von uns gestellten Fragen eine kompetente Antwort. Der Sani Pass, so Mathew, wird vor allem von Viehdieben, Marihuana-Schmugglern, Polizisten und eben Touristen genutzt. Ein Marihuana Schmuggler soll für einen 30 - 40kg schweren Sack ca. 200 Euro bekommen und die von der Polizei konfiszierte Ware wird von diesen teilweise weiter verkauft. Ihm selbst soll schon Marihuana von der Polizei angeboten worden sein.

Entlang des Passes sehen wir lange, von den Bergketten herab, verlaufende Streifen welche die Bergflächen abgrenzen. Diese dienen als Brandschutz um die einzelnen Flächen kontrolliert, alle 5 Jahre, abbrennen zu lassen. Hintergrund ist, das es hier einige Baumarten gibt welche die Feuerresistent sind und die Hitze benötigen um sich weiter zu verbreiten. Zudem bieten die Brandschutzstreifen einen Schutz gegen natürlich (z.B. Blitzschlag) entstehende Brände welche das ganze Areal auf einmal abbrennen und für die Tiere unbrauchbar machen könnten.

Nach einem zeitlich sehr langem, steinigem und steilen Weg kommen wir oben, am Grenzposten zum Königreich Lesotho, an. Es wirkt alles sehr einfach und sporadisch gehalten... eben Lesotho. Nach einer kurzen Passkontrolle fahren wir weiter rein ins Königreich. Vorbei an Rundhäusern, Schäfern und einigen Einwohnern wollen wir auf einen Berg um dort unser Mittagessen einzunehmen. Dort angekommen befinden wir uns in ca. 3200m Höhe und es ist sehr windig und kalt. Wir suchen ein Schutz hinter einigen Steinen und mampfen genüsslich... Nach dem Essen soll es wieder weiter gehen, ich möchte jedoch noch ein wenig höher und verabrede mit Matthew in ca. 20 min. nachzukommen. Also mache ich mich auf dem Weg... und erreiche genau 3284,2m. Aus 4000m bin ich mal im Tandem aus dem Flugzeug gesprungen...

Nachdem ich dann wieder im Auto bin fahren wir zurück zum Dorf und nehmen unterwegs noch einige Einheimische mit unserem Auto ins Dorf. Darunter eine Frau welche Kuhdunk (Kuhfladen) in einem ca. 20-30kg schweren Sack mit sich rumträgt. Diesen möchte sie zu ihrem Haus ins Dorf bringen um dann für den anstehenden Winter genug Brennmaterial zu haben. 18 Säcke hat sie oder muss sie noch ins Dorf runter bringen. So richtig habe ich das leider nicht verstanden... aber so vergehen auch die Tage ;-)

Im Dorf angekommen halten wir an einem Haus, steigen aus und werden auch gleich von angelaufenen Kindern umringt. Matthew kennt sie alle beim Namen und fängt an mit ihren herum zu tollen. Einfach so daneben stehen und zusehe wie diese Kleinen sich dabei freuen kann ich nicht, und so lass ich es mir nicht nehmen ebenfalls mit ihnen zu spielen und sie durch die Luft zu schwingen... Nach dem Spielen gehen wir dann ins Haus wo wir selbstgebrautes Bier und selbstgebackenes Brot bekommen. Das Bier soll 2-3 % Alkohol enthalten und befindet sich wohl noch in einem frühem Stadium der Gährung... wie es schmeckt. Lecker ist nicht unbedingt aber probiert haben sollte man es schon um den kläglichen Geschmack des Rostocker Pils schätzen zu lernen *feix*. Das Brot hingegen ist sehr lecker und wir kaufen 2 große Stücke.

Dann verlassen wir das Haus auch schon um noch in das höchst gelegene Pub von Afrika zu fahren, welches sich neben dem Grenzposten befindt, um dort ein richtiges Bier zu trinken. Der Pub ist super gut eingerichtet und hat neben einem großen Flatscreen auch eine gute Auswahl an Alkohol. Ich trinke ein Africa Dry Cider... mal eine Abwechslung ;-)

Nun wird es aber Zeit den Sani Pass zurück und ins Hostel zu fahren um dann in unser Auto zu steigen und nach Durban zu fahren wo wir ja schon von Smiths Cottage erwartet werden. Jedenfalls geht ein sehr schöner Tag zu Ende.

 



04.05.2012 - 06.05.2012 Durban
Aus Rubrik: Südafrika 2012

Am Abend zuvor sind wir wieder in Durban angekommen und wollten heute ein wenig die Stadt erkunden. Zuerst sind wir beim Moses-Mabhida-Stadion, durch Zufall, angekommen und haben die Möglichkeit ergriffen mit dem Skytrain auf das Stadion rauzufahren um uns einen Überblick über die Stadt zu verschaffen. Ein super Ausblick auf Durban und den Indischen Ozean konnten wir genießen. Leider war der direkte Einblick in das Stadion nicht so toll. Es wäre doch zu schön gewesen den Raum, in welchen 70.000 Menschen Platz haben zu erleben. Nun gut, weiter geht es zum North Beach. Dort angekommen sahen wir eine Feuerwehr welche letzte Löscharbeiten an einem nun ausgebrannten Imbiss-Center vollzog. Nicht desto trotz ließ ich es mir nicht nehmen im warmen Wasser des Indischen Ozeans zu wandern. Leider wurden auch meine Shorts nass da es hier herrliche Wellen für Surfer gibt welche doch recht schnell und gewaltig an den Strand kamen.

Da das eine Imbiss-Center ausgebrannt war blieb mir nur die Möglichkeit ein paar Fast-Food Burger bei Steers zu essen. Als ich in der Schlange stand kamen schon die ersten Typen welche mich um Geld baten und weiter als ich mich mit meinen Burgern an einem ruhigeren Platz verdrücken wollte. Mensch, das ging mir echt auf Nerven. Mir fiel bei weiterer Beobachtung auf das hier einige versuchen Leuten (Touristen) was anzudrehen oder eben zu betteln. Das rückt den North Beach in ein recht unangenehmes Licht.

Nun aber schnell weg hier... weiter in die Innenstadt. Carmen wollte dort zu einem Markt (Victoria Market) weil es dort so schön sein soll. Na ja, was wir dort gesehen haben war alles andere als schön und Carmen wollte nicht mal aussteigen… dazu hab ich noch ein Video, was ich dann bei Gelegenheit auch online stellen will.

Im Anschluß und einigem verfahren haben wir dann den Einkaufsmarkt Pick’n Pay in der Nähe unserer Unterkunft erreicht. Ich konnte mir dort dann wieder lecker Sushi kaufen :P Im Hostel angekommen bemerke ich das der hintere linke Reifen ein wenig Platt erscheint... ich hoffe das wir morgen noch etwas Luft im Reifen haben.

Am nächsten Tag wurden wir von Keith, dem Ehemann von Pat (die Besitzerin des Hostels) darauf aufmerksam gemacht das wir ein Stück Holz im Reifen stecken haben. Na toll... also doch nen platten oder wie? Glücklicherweise wirkt das Stück Holz wie ein Propfen und lässt nur sehr wenig Luft raus. Keith pumt den Reifen wieder auf und wir hoffen das dieser bis morgen und zum Flughafen keine weiteren Anstalten macht. Die restliche Zeit und den ganzen Sonnabend verbrachten wir dann im Hostel um Bilder zu bearbeiten, Mail zu beantworten, zu schreiben und unsere Planung für den Abflug und die letzten Tage in Cape Town zu machen. Am Abend hat es dann noch ein wenig gereget... der erste kurze Regen in den drei Wochen.